Plotten, plotten, plotten

„Der neunte Kopf der Hydra“ hat bis jetzt einen grob geplanten Umfang von 25 Szenen. Ich stecke in der dritten Szene bei der Feinplanung. Ich habe mir endlich wieder eine tägliche Schreibdosis verordnet. Auch wenn nur geplottet wird, ist es ja schon Schreiben.

Beim Nanowrimo wird dann richtig geschrieben. Richtig im Sinne von „jetzt mal hopp, hopp!“ … Und so schwer es mir auch fällt, habe ich bis zur Fertigstellung des ersten Entwurfs dann Korrekturverbot. Erstmal runterschreiben, dann nachbearbeiten. Klingt gut. Ist nicht einfach. Vor allem, wenn mich logische Brüche anspringen, die getilgt werden wollen. Dann heißt es, nur eine kurze Notiz anlegen und weiter im Text. Nur nicht den Fluss unterbrechen, wenn er schon mal da ist. Dauert schließlich lange genug, bis der mal in Wallung kommt.

Jetzt ist schon Oktober und ich hab bis jetzt nur das Grundgerüst der Geschichte. Figurenentwicklung hab ich stark vernachlässigt. Hoffentlich rächt sich das nicht im November. In 30 Tagen mindestens 50.000 Wörter. Eine echte Herausforderung, das neben dem Alltag zu stemmen. Aber ich bin so was von hochmotiviert.

Allgemein zum Thema Schreiben möchte ich den von mir erst kürzlich entdeckten und ausgesprochen informativen Schreib-Blog Die Schreibdilettanten empfehlen.

So. Weiter im Text …

Der neunte Kopf der Hydra

„Hydra“ entwickelt sich. Aus dem Arbeitstitel „Hydra“ ist im Namen der Einzigartigkeit „Der neunte Kopf der Hydra“ geworden.

Das Schreiben ist im Grunde noch gar kein Schreiben, weil doch alles noch Gerüst ist. Herumgeplotte sozusagen. Alle nachfolgenden Szenen müssen so detailliert geplant werden, dass ich den ersten Entwurf im November schreiben kann. Warum November? Wegen des Nanowrimo natürlich. Im letzten Jahr habe ich zu spät davon erfahren. Ich hoffe, dass die Auftragslage an der Illustrationsfront dieses Jahr eine Teilnahme zulässt. Ist ja noch sehr lange Zeit. Aber vorsichtshalber plane ich schon mal.

Eine Facebook-Seite ist angelegt. Doch sie ist noch nicht öffentlich. Als Pseudonymträger habe ich beim dortigen Profilbild alle Möglichkeiten. Mir fehlt noch eine originelle Eingebung.

Bin ich eigentlich wahnsinnig?

Ist ja nicht so, dass man nichts zu tun hätte. Ein wenig Arbeit für den Broterwerb. Die Familie möchte  unterhalten werden. Facebook, XING und Website aktualisieren. Kann da eigentlich noch eine Geschichte entstehen? Durchaus. In Nächten wie heute zum Beispiel. Nächte, in denen man keinen Schlaf findet, weil sich die erkälteten Blagen für meine Betthälfte entschieden haben. Da mache ich lieber Sinnvolles. Ich stehe auf und schreibe. Doch es kommt nicht dazu.

Wollte ich nicht schon immer einen Blog erstellen? Genau. Jetzt hab ich Zeit dazu. Wie macht man das eigentlich? Erstmal informieren. Wenn, dann schon richtig. Und schwupps – hat sich was mit schreiben. Denn bis ich die Sache mit WordPress hinbekommen habe, ist es auch schon wieder Murmeltiertag – soll heißen: 6:00 Uhr. Na dann guten Morgen! Ich bleib dran.

Es gibt schließlich einiges zu tun. Die von mir geplante Geschichte ist nicht weniger aber eben auch nicht mehr als eine geplante Geschichte. Es gibt ein Exposé. Der Verlauf schon mal. Im Grunde ist das Ding also so gut wie fertig … Leider sieht die Wirklichkeit so aus, dass ich schon zahlreiche Anfänge hinter mir habe. Durch unterschiedliche Erzählperspektiven konnte ich mich ebenso wenig in den Flow schreiben. Während der Planung der einzelnen Szenen stand für mich fest, dass nur die Ich-Form passte. Einmal raten. Richtig. War nicht so.

Mein erster Beitrag hier sollte eigentlich eine Begrüßung werden. Von wegen Blog-Eröffnung – tataaa!. Aber dann frag ich mich wieder: Für wen denn? Den Blog gibt es seit einer Stunde. Aber es scheint wie beim Geschichten schreiben auch, Vorstellungskraft für ein mögliches Publikum nötig zu sein. Ein bisschen Wahnsinn gehört dazu, wenn man sich Dinge aus den Hirnwindungen schält, die andere spannend finden sollen. Somit wäre der Beitragstitel schon mal beantwortet.

Jedenfalls freue ich mich dass es noch geklappt hat mit dem Blog. Demnächst mehr über „Hydra“. So heißt sie nämlich. Meine Geschichte, an deren Gerüst ich zur Zeit arbeite.